Dompropst Prälat Gottfried Schicklberger ist gestorben
Ausgabe: 2003/16, Dompropst, Schicklberger
15.04.2003
- Kirchenzeitung der Diözese Linz
Dompropst Prälat Gottfried Schicklberger, stellvertretender Generalvikar der Diözese Linz und Ordinariatskanzler, ist am Freitag, 11. April in den Abendstunden im 76. Lebensjahr verstorben.
Mit Prälat Gottfried Schicklberger starb eine markante Priestergestalt der Diözese Linz. Mehr als vier Jahrzehnte arbeitete Schicklberger als Sekretär und Zeremoniär an der Seite des damaligen Bischofs Franz Zauner. Darüber hinaus galt seine besondere Sorge der Linzer Domkirche und der Mission. Die letzten Monate litt er an einem Kopftumor, an dem er schließlich verstarb. Gottfried Schicklberger wurde am 7. Dezember 1927 in Linz geboren. Er wuchs in St. Florian und später in Linz auf, wurde noch während seiner Gymnasialzeit zur Wehrmacht eingezogen. Zu Fuß schlug er sich nach der Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft entlang der Donau in die Heimat durch und legte 1946 die Matura ab. Er trat in das Priesterseminar ein und wurde 1950 in Linz zum Priester geweiht. Nach Kaplansposten in Uttendorf-Helpfau und Eferding wurde er mit 1. Oktober 1953 Bischöflicher Sekretär und Zeremoniär bei Bischof Dr. Franz Zauner, was er bis zu dessen Tod 1994 blieb. Zugleich übernahm Schicklberger Aufgaben im Bischöflichen Ordinariat sowie die Hausdirektion für den Bischofshof in Linz. 1991 wurde er Ordinariatskanzler und Stellvertreter des Generalvikars. Schon 1954 übernahm er die Agenden der Päpstlichen Missionswerke in Oberösterreich und war ab 1963 deren Diözesandirektor. Ab 1979 vertrat Schicklberger den Bischof als Obmann des Dombauvereines, später auch in der Rudigierstiftung. Bereits 1971 wurde er in das Linzer Domkapitel berufen, dessen Dompropst er seit 1996 war.Als Bischofsekretär begleitete er Bischof Zauner zu 1126 Visitationen und zu 1593 Firmstationen, obendrein auch zu unzähligen Weihen und Festlichkeiten in den Pfarren und Ordensgemeinschaften. Er war mit bei den Romfahrten und Papstaudienzen und begleitete Bischof Zauner während des Konzils als kompetenter Helfer besonders in den Fragen der Liturgie. Seit 1984 hatte Prälat Schicklberger die Firmvollmacht, in den letzten Jahren war er oft Vertreter von Bischof Aichern in Pfarren, Orden, bei festlichen Anlässen und bei Priesterbegräbnissen. Sein Wirken wurde bedankt mit dem Silbernen Ehrenzeichen des Landes OÖ, mit dem Titel Monsignore (1979) sowie Päpstlicher Ehrenprälat (1985) und mit dem Goldenen Ehrenzeichen des Schwarzen Kreuzes.
Begräbnis am Osterdienstag
Gottfried Schicklberger ist ab Ostermontag, 21. April 2003, 17.00 Uhr im Mariendom aufgebahrt. Die Begräbnismesse wird am Osterdienstag, 22. April 2003, um 9.30 Uhr im Maria-Empfängnis-Dom Linz gefeiert. Anschließend um 11.30 Uhr findet die Beisetzung in der Domherrengrabstätte auf dem St.-Barbara-Friedhof in Linz statt.