Das Haus Lea der Franziskanerinnen ist eine Oase für Frauen
Ausgabe: 2003/17, Franziskanerinnen, Oase
22.04.2003
- Josef Wallner
Der erste Kind, das mit seiner Mutter im Haus Lea Aufnahme gefunden hat, heißt Lea. Für Sr. Teresa und Sr. Hiltrud ist das ein Zeichen von „oben“.
Am 8. März – am internationalen Tag der Frau – haben die Franziskanerinnen von Vöcklabruck ihre jüngste Einrichtung eröffnet: ein Haus für Frauen, die in einer Krise stecken (die KIZ berichtete schon vorab über das Projekt). „Dieses Datum ist uns wichtig“, sagt Sr. Teresa Hametner, die gemeinsam mit Sr. Hiltrud Bittermann im Haus lebt und die Gemeinschaft leitet: „Als geistliche Frauen setzen wir uns für Frauen in schwierigen Situationen ein.“
Sieben Frauen haben vom Angebot der Schwestern bereits Gebrauch gemacht, zur Zeit leben Frau E. mit der fünf Monate alten Lea und Frau P. mit ihrer sieben-monatigen Sara im Haus am Rand von Oberthalheim (Timelkam). Das geordnete Leben tut den beiden jungen Müttern gut. Und nicht zu vergessen die tatkräftige Unterstützung der Schwestern bei der Bewältigung des Alltags. Das Haus Lea bietet den beiden Frauen einen ruhenden Pol und gibt ihnen die Kraft, die Zukunft in die Hand zu nehmen. So konnte sich die 21-jährige Frau P. eine Wohnung suchen, in die sie gemeinsam mit ihrem Mann ziehen wird.
Ein Fixpunkt im Tagesablauf der Frauen ist die Teilnahme an einer Gebetszeit. Die Schwestern fühlen sich durch die Erfahrungen der ersten Wochen bestätigt, dass es richtig war, die Teilnahme an einer Gebetszeit zu einer Aufnahmebedingung zu machen. Frau E.: „Ich glaube nicht an Gott, aber ich gehe gerne in den Gebetsraum. Ich werde dort ruhig. Und ich schöpfe Kraft, wenn ich sehe, wie andere Leute dort glücklich sind.“