Pfarre Pichl überrascht mit innovativen Ideen zur Kirchenrenovierung
Ausgabe: 2003/18, Pichl, Kirchenrenovierung
29.04.2003
- Kirchenzeitung der Diözese Linz
Diese Woche begann in Pichl bei Wels die Renovierung der Pfarrkirche. Dabei setzt die Pfarre neue Akzente.
Noch führen die Würmer ein ruhiges Leben in den Kirchenbänken und die Farbe bröckelt von den feuchten Wänden. Doch die Pfarre Pichl bei Wels ist im Begriff, das radikal zu ändern. Auch künstlerisch werden Neuakzentuierungen geschaffen: Zwei Nischen werden mit blauem, gehärtetem Glas gestaltet: die eine Dokumentiert das Pfarrleben, die Getauften und die Verstorbenen. Die andere bietet einen Ort für private Frömmigkeit der Kirchenbesucher: Die kleine Pietá, die am rechten Seitenaltar kaum zur Geltung kommt, wird dort ins richtige Licht gesetzt. In dieser Nische entsteht auch die Möglichkeit, Opferkerzen zu entzünden. Das Blau beider Nischen bezieht sich auf Blau als Farbe des Glaubens. Der rechte Seitenaltar soll eine Art Jahreszeitenaltar werden: „Schon bisher haben wir das Heilige Grab und die Weihnachtskrippe dort aufgestellt“, erzählt Pfarr-assistentin Veronika Kitzmüller. „Wir haben in der Pfarre einige Kunstwerke, die niemand mehr kennt, weil wir den Platz nicht haben, sie aufzustellen.“ Im Mai und im Oktober soll z. B. die Madonnenstatue am Altar stehen. Für liturgisch weniger geprägte Zeiten hat die Pfarre alte Kanontafeln, die man mit aktuellen Texten zum Thema Gottesdienst versehen kann. Die bisher weißen Fenster im hinteren Teil der Kirche werden durch künstlerisch gestaltete Farbfenster von DI Adolf Baucher ersetzt. Mit der Verbreiterung der Abstände zwischen den Bankreihen schafft die Pfarre mehr Platz für die Gottesdienstbesucher. Im Oktober sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. „Natürlich steht uns viel Arbeit ins Haus, aber wir wissen, worauf wir uns freuen können“, meint Kitzmüller.