Bei ihrem ersten „internationalen Frühjahrssymposium 2003“ beschäftigten sich die Franziskanerinnen von Vöckla-bruck mit der Situation von alten, kranken Menschen.
Die dramatische Bevölkerungsentwicklung stellt neue Anforderungen an die Medizin. In drei Jahrzehnten werden rund 40 Prozent der österreichischen Bevölkerung über 60 Jahre alt sein, der Betreuung von älteren, schwer kranken Menschen (Akutgeriatrie) kommt eine besondere Bedeutung zu. Für die Franziskanerinnen von Vöcklabruck als Trägerinnen zweier Krankenhäuser und mehrerer Altenheime ist daher die Akutgeriatrie ein Thema, das sie nicht übergehen können. Die Ordensfrauen sehen es als ihren besonderen Auftrag an, sich der alten Menschen anzunehmen. Die Gemeinschaft wird deshalb 2004 im Krankenhaus St. Franziskus in Grieskirchen auch eine eigene akutgeriatrische Abteilung eröffnen.
Experten forderten beim Symposium, dass in Österreich die Akutgeriatrie eine eigene medizinische Forschungsrichtung werden solle. Jeder akutgeriatrische Patient hat etwa sechs bis acht Krankheiten und wird mindestens einmal im Jahr einen Krankenhausaufenthalt benötigen. Es mache aber keinen Sinn mit herkömmlicher Medizin die einzelnen Gebrechen zu behandeln, wichtig sei die sozialen, psychischen und spirituellen Faktoren in die Behandlung miteinzubeziehen, so die Referenten.