Krankenhaus Wels: Ausbildung zum Besuchsdienst am Spitalsbett
Ausgabe: 2003/20, Krankenhaus, Wels, Spital,
13.05.2003
- Josef Wallner
„Es ist eine unendliche Motivation für die eigene Arbeit, dass 127 Frauen und Männer an dem Kurs für pfarrliche Besuchsdienste teilgenommen haben“, freut sich Herbert Mitterlehner. Der Diakon leitet die Seelsorge im KH Wels.
In vielen Pfarren gibt es ehrenamtliche Mitarbeiter/innen, die regelmäßig in das KH Wels gehen, um dort die Patient/innen zu besuchen, die aus ihrer Gemeinde kommen. Um diese pfarrlichen Initiativen in das Gesamtkonzept der KH-Seelsorge einzubauen, hat Diakon Mitterlehner ein vierteiliges Seminar (jeweils fünf Stunden) angeboten. Das Echo war überwältigend: 127 Ehrenamtliche – davon zehn Prozent Männer – nahmen an der Ausbildung teil. Da die meisten Teilnehmer/innen schon in der Praxis standen, bildete die Besprechung der eigenen Erfahrungen einen Schwerpunkt des Kurses.
Im Rahmen eines Gottesdienstes wurden die Absolvent/innen, die aus 27 verschiedenen Pfarren rund um Wels stammen, von ihren Ortspfarrern für den Dienst im Krankenhaus beauftragt. Als Zeichen, dass die Frauen und Männer mit ihren Besuchen auch für das Krankenhaus wichtig sind, erhielten sie eine Ansteckplakette mit dem Logo des Spitals. So sind sie im offiziellen Auftrag der Pfarre und als Mitarbeiter/innen der KH-Seelsorge im Einsatz.
Die Qualifizierung des KH-Besuchsdienstes ist die erste Initiative dieser Art in Oberösterreich. Konzipiert wurde der Kurs gemeinsam mit der „Akademie für Gesundheit und Bildung“ der Kreuzschwestern. Der Orden ist auch Träger des KH Wels.