Mediation, aber auch Beratung bei Gericht werden bei drohender Scheidung immer mehr in Anspruch genommen. Dies geht aus der Jahresbilanz der Abteilung Ehe und Familie im Pastoralamt für das Jahr 2002 hervor. In vielen Fällen wird viel zu schnell in der Scheidung die Lösung aus Problemen gesucht, meinte Karin Remsing, Referentin für Beratung. Die Folgen würden oft erst viel später spürbar. Sie machte darauf aufmerksam, dass sich viele Paare „schlampig“ scheiden lassen – ohne dass wichtige Vereinbarungen getroffen sind. Die Leidtragenden wären dann vor allem die Kinder, Geschiedene müssten ihre Verantwortung als Eltern den Kindern gegenüber weiter wahrnehmen.Sehr gefragt ist auch das Bildungsangebot der Abteilung. Besonders erfolgreich: die Seminarreihe „Beziehungspflege trotz Babypflege“. Noch neu ist das „partnerschaftliche Lernprogramm“, bei dem es um ein Kommunikationstraining von Paaren geht. Die Abteilung tritt unter dem Begriff „Beziehungleben.at“ neu an die Öffentlichkeit. Das Gelingen von Beziehungen steht in der Mitte der Arbeit, vor allem in kritischen Lebensphasen.