Ehrenamtliche sollen in der Diözese Linz verstärkt in die Pfarrleitung eingebunden werden. Unter bestimmten Rahmenbedingungen werden betroffene Pfarren diözesane Mittel für Aufwandsentschädigungen bekommen. Zunächst sollen solche neuen Modelle drei Jahre lang laufen. Das ist eines der Ergebnisse einer abschließenden Klausur der diözesanen „Strukturgruppe“, die am 30. Juni/1. Juli unter Leitung von Bischof Maximilian Aichern am Bildungshaus Greisinghof getagt hat. Die Strukturgruppe sprach sich für spürbare und konkrete Stärkung der Dekanate aus. So sollen „Dekanatsassistent/innen künftig die Dechanten unterstützen. Sie sollen die Seelsorge in den Dekanaten koordinieren, begleiten und die Öffentlichkeitsarbeit wahrnehmen. Auch diese Maßnahme wird zunächst für drei Jahre erprobt. Größere Bedeutung werden künftig die Kirchenbeitragsstellen haben. Sie sollen zu kirchlichen Servicestellen weiterentwickelt werden. Seelsorge und Kirchenbeitragsarbeit sollen so im Bereich „Service für Kirchenmitglieder“ enger zusammenrücken. Wesentliche Einsparungen trifft die Diözese am Bausektor. Der Bauaufwand – zur Zeit ca. 110 Mio Euro im Jahr – wird mittelfristig um 23 Prozent reduziert. Mit 1. Jänner 2004 wird der Controllingausschuss der Diözese durch ein neues Gremium ersetzt, das amtsübergreifende Themen bearbeiten soll. Bestehen bleiben die diözesanen Räte – Priesterrat, Dechantenkonferenz und Pastoralrat. Zu übergreifenden Themen werden diese Gremien künftig vermehrt gemeinsam tagen. Vorläufig bis zum Jahr 2006 ist die Finanzierung der Pädagogischen Akademie sichergestellt. Wie es weitergeht, hängt von den Vorgaben des Bundes bezüglich einer pädagogischen Hochschule ab.