Vor 60 Jahren - am 13. August 1943 wurde der Marianisten-Priester P. Jakob Gapp wegen „Landesverrats“ von den Nazis in Berlin hingerichtet.
Aus seiner Ablehnung der NS-Herrschaft machte der Religionslehrer P. Jakob Gapp von Anfang an kein Hehl. Beim Einmarsch der deutschen Truppen musste er die Marianisten-Schule in Graz verlassen, wenige Monate später das Marianum in Freistadt. Bei einer Predigt wendet er sich gegen die Diffamierung der Juden und Tschechen durch die Nazis. An Marianistenschulen in Spanien findet er vorübergehend Sicherheit. Gestapobeamte locken ihn aber in das inzwischen besetzte Frankreich, wo er umgehend verhaftet wird. In seinem letzten Brief wenige Stunden vor der Hinrichtung schreibt er seinem Ordensoberen: „Ich habe Schweres durchgemacht, bin aber jetzt recht glücklich.“ Über sein Noviziatsjahr, das er am 13. August 1920 im Greisinghof begonnen hat, merkt er an: „Es war das schönste Jahr meines Lebens.“
Weihbischof Dr. Paul Vollmar SM feiert am 13. 8. 2003 um 19 Uhr am Greisinghof einen Gedenkgottesdienst zum Todestag von P. Jakob Gapp.