Ein Traktor und drei landwirtschaftliche Geräte sind für ein landwirtschaftliches Projekt der bischöflichen Stiftung St. Severin (aus der Caritas hervorgegangen) in der Diözese Blaj in Rumänien bestimmt und konnten vergangene Woche in Burgkirchen gesegnet und übergeben werden. Seit drei Jahren wird dort mit viel persönlichem Engagement eine landwirtschaftliche Musterfarm auf einer vom Staat zurückgegebenen Kolchose errichtet. „Das Projekt muss nachhaltig, umweltverträglich und die ökonomischen Ressourcen schonend durchgeführt werden. Es soll ein exemplarisches Beispiel für die Bauern der Region sein“, erklärt der ehrenamtliche Projektleiter Ing. Heinrich Würzl. Besonders wichtig ist dem pensionierten Agrarfachmann die soziale Komponente: von der Schaffung von Arbeitsplätzen bis zur Verteilung von Lebensmittel an die Ärmsten. „Wir wollen die Menschen nicht wegrationalisieren, sondern in der Landwirtschaft Arbeitsplätze schaffen. In Rumänien ist das möglich. Unser Ziel ist die vollkommene Selbstständigkeit des Projektes“, betont Würzl. Am Ende soll der Großbetrieb auf die Größe von Familienbetrieben zerlegt werden. In manchen Bereichen arbeitet die Farm bereits rentabel. Dabei geht es im Projekt nicht nur um materielle Hilfe, die vor allem in der Startunterstützung besteht, sondern vor allem um die Vermittlung von landwirtschaftlichem Know-how und Hilfe zur Selbsthilfe.