Rund zwanzig Linzer Gruppen, in denen Zuwanderer aus verschiedensten Ländern organisiert sind, haben sich zur „Wahlpartie“ zusammengeschlossen. Sie nutzen die Zeit vor den Landtags- und Gemeinderatswahlen, um auf ihre Anliegen aufmerksam zu machen. „Wir vertreten die Interessen von Neo-und Nicht-Österreichern und -Österreicherinnen“, so Tülay Tuncel, Sprecherin der Linzer „Wahlpartie“. Von der Stadt Linz fordern sie eine deutliche Erhöhung der Förderungen der interkulturellen Vereine. Zur Zeit stellt die Stadt jährlich 10.000 Euro zur Verfügung, die Wahlpartie tritt für eine Erhöhung auf 750.000 Euro ein. Allein im Jahr 2002 erhielten in Linz 3.500 Zuwanderer die österreichische Staatsbürgerschaft. Die Linzer Parteien haben diese „Neo-Österreicher“ natürlich als Wählerpotenzial erkannt. „Nur Kandidaten mit nicht österreichischer Herkunft auf die Wahllisten zu setzen, ist uns zu wenig“, stellt die Wahlpartie klar. Am 22. September sollen die Linzer Parteien bei einer Podiumsdiskussion über ihre konkreten Maßnahmen Rede und Antwort stehen.