Vor einigen Wochen, Autobahn A1, Richtung Salzburg: Auf der Fahrt zu den Gmundner Festwochen fahren wir, ins Gespräch vertieft an der richtigen Ausfahrt vorbei.
Letzten Samstag, ebenfalls auf der Fahrt nach Gmunden: Die Chance, an der Autobahnabfahrt vorbeizufahren, ist denkbar gering: Bei der Autobahnraststätte ist das Helikoptershuttle an den Traunsee angeschrieben, die Ausfahrt mit dem Hinweis auf das Powerbootrennen nicht zu übersehen. Links und rechts am Rand der Bundesstraße wird wild geparkt, die Menschen strömen an den See. Alle wollen sie die Powerboote mit ihren 2000 PS und bis zu 1200 Liter Benzinverbrauch in der Stunde sehen. 75.000 Menschen eilen an drei Tagen an den Traunsee, obwohl das Training am Freitag abgebrochen werden muss und es am Samstag schüttet.
Auch die Gmundner Fest-wochen können sich mit 15.000 Besucher/innen in mehr als 70 Veranstaltungen über einen Erfolg freuen. Trotzdem bleibt ein bitterer Nachgeschmack, weil man im „Kulturland“ Österreich mit einem Ereignis, dessen Bedeutung wohl mehr im Event- und weniger im Sportbereich liegt, so problemlos mehr Menschen interessieren kann als für Kunst.