„Entzweit die Politik Jung und Alt?“ Diese Frage stellte eine Podiumsdiskussion, zu der die ARGE Seniorenbildung kurz vor der Landtagswahl ins Alte Linzer Rathaus eingeladen hatte. Vertreter/innen der Parteien und der Kirche standen Rede und Antwort in einer sehr „streichelweichen“ Diskussion. Der Pflegebedarf brauche jetzt schon mehr Geld als da ist. Dies werde sich in Zukunft noch verstärken. Die finanzielle Ausstattung sei eine Frage des politischen Willens, meinte Landesrat Josef Ackerl. Er überschreite jetzt schon das Budget. Ackerl bekam wegen des Drucks, der auf den Pflegeberufen lastet, von Berufsvertreter/innen Kritik zu hören.
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Kirche und Parteien
Die Wahl ist „geschlagen“. Was vor der Wahl geschieht, kann in einer Wochenzeitung daher nur im Nachhinein aufgegriffen werden. Ein Personenkomitee mit Mag. Sepp Wall-Strasser hat am Freitag dagegen protestiert, dass „Pühringer und die ÖVP Teile der Kirche für den Wahlkampf instrumentalisieren“. Gegen jeden politischen Anstand würden sie das Tabu der Unabhängigkeit der katholischen Kirche gegenüber Parteien brechen, kritisierten sie. Den Verstoß sehen sieu. a. darin, dass der Diözesanobmann der Katholischen Männerbewegung sowie Äbte und Patres dem „Personenkomitee für Josef Pühringer“ angehörten. Hinter der Kritik steht die Grundsatzfrage: Was dürfen Kirchenvertreter in der Politik tun?
Ich erinnere mich, vor mehr als 20 Jahren einem Bericht über Betriebsseelsorger Hans Gruber den Titel gegeben zu haben:„Ich wähle SPÖ“. Damals hagelte es ebenfalls Proteste. Allerdings von der ÖVP. Und auch damals wurde grundsätzlich argumentiert. Aber damals wie heute argumentiere(t)n jeweils nur eine Seite. Eg