Die Christliche Betriebsgemeinde VOEST (cbv) feiert heuer mit verschiedenen Veranstaltungen ihr 50jähriges Jubiläum. Am 27. September kamen zum Startfest mehr als 300 Gäste.
Die Atmosphäre war toll, freut sich VOEST-Pfarrer Rupert Granegger. Leute, die nach langen Jahren wieder zur cbv gekommen sind, haben gemeint: „Es war, als wären wir nie weg gewesen!“ – Ausdruck tiefer Verbundenheit!
Dora führte durchs Werk
Die cbv hat sich auch in Zusammenarbeit mit dem Werk angestrengt, das Fest zu einem Erlebnis werden zu lassen. Direkt vom Seelsorgezentrum weg (man musste nur auf die andere Straßenseite gehen) brachte die neue Dampflok Dora die Festteilnehmer/innen ins Werkgelände. So wurden Einblicke in die Kokerei, ins Hafengebiet oder in den Kaltwalzbereich möglich. Die Rückblicke daran anschließend zeigten den Weg von der Gründung, dem Provisorium der Barackenkirche über den Bau des Zentrums (1967 bis 1969) bis in die Gegenwart. Vier Epochen sind mit den Namen der Seelsorger/innen verbunden – Holzmann, Innerlohinger, Wührer und Granegger. Immer schon haben aber die Arbeitnehmer/innen die Arbeit des Zentrums mitgetragen. Wertschätzung ist das Fundament, auf dem der eigene Standpunkt gedeihen konnte.
Solidarität leben
Solidarität mit den Arbeitnehmer/innen war immer ein wichtiges Anliegen der cbv – vom streitbaren Innerlohinger bis zum Versöhnung lebenden Wührer.Auch heute steht Solidarität an oberster Stelle. Die aktuellen Ängste und Befürchtungen der VOESTler kamen beim Gottesdienst, der das Motto „Augenblicke“ hatte, zur Sprache. Es gilt, die Augenblicke der Lebensfeindlichkeit im Neoliberalismus wahrzunehmen und bei denen zu sein, die Widerstand leisten. Und zu Visionen zu kommen, Werte ins Gespräch zu bringen.
Weitere Jubiläums-Termine:6. Oktober, 17 Uhr, Gästehaus der voestalpine, BG 44, 1. Stock, „Gute Arbeit – bloß ein Traum?“, Mit Betriebsseelsorger Paul Schobel, Stuttgart.
7. Dezember, Barbarafeier mit Bischof Maximilian Aichern