Ein Erntedankfest der besonderen Art feierte die Linzer Pfarre St. Konrad letzten Sonntag. Als eine der Gaben wurde eine Solarzelle zum Altar getragen. Mit gutem Grund: Bei diesem Fest wurde die neue Fotovoltaik-Anlage auf dem Kirchendach gesegnet. Strom für etwa 18 Haushalte liefert die neue Anlage ins Linzer Stromnetz. Die notwendig gewordene Dachsanierung wurde genutzt, um eine ökologische Pioniertat zu setzen. Pfarrer Dr. Walter Wimmer sieht die neue Anlage als Beitrag zu einer ökologischen Umkehr. Der Verbrauch herkömmlicher Energieträger treibt die Welt in eine Sackgasse. Dabei liefert die Sonne innerhalb von drei Stunden den Welt-Energiebedarf für ein Jahr. Schöpfungsverantwortung brauche nicht nur Worte, sondern konkrete Umsetzungen. Mit den Förderungen des Landes Oberösterreich, der Diözese und mit der Linz AG konnte das Vorhaben verwirklicht werden. Die Kosten der Anlage – 340.000 Euro – sollten in gut zehn Jahren hereingebracht sein. Die neue Anlage bringt so viel Strom, wie die Pfarre verbraucht. In Linz-St. Konrad befindet nun die größte Fotovoltaikanlage in einer österreichischen Pfarre. Oberösterreichs Energiebeauftragter Dr. Gerhard Dell sieht darin einen wichtigen Schritt in den Bemühungen des „Solarlandes Oberösterreich“.