Die Oberbank als Gastgeber, die Arbeitsgemeinsschaft „Christ und Wirtschaft“ sowie „Pro Oriente“ als Veranstalter, rund 400 Gäste: Das Spannungsfeld „Menschlichkeit in der Wirtschaft“ wurde am Freitag, 24. Oktober in der Linzer Oberbank diskutiert. „Menschlichkeit im neuen Europa bedeutet, dass nicht Profit und Konsum letzte Kriterien sind, sondern dass der Mensch im Mittelpunkt steht, betonte dabei Bischof Maximilian Aichern. Bei aller berechtigten Sparnotwendigkeit dürfte diese nicht auf dem Rücken der Schwachen wie der Asylsuchenden geschehen, meinte Aichern. EU-Agrarkommissar Franz Fischler ging auf die Diskussion zum Thema „Gott in der europäischen Verfassung“ ein. „Die europäische Verfassung soll so sein, dass die Inhalte Artikel für Artikel ein christliches Weltbild widerspiegeln; nur zu fordern, dass der liebe Gott in der Präambel erwähnt werden soll, dafür ist mir der liebe Gott zu schade“, meinte Fischler. Über die jetzt laufende EU-Erweiterung hinaus plädierte Fischler dafür, Formen der Zusammenarbeit mit künftigen Nachbarn, etwa Weißrussland und Russland, zu entwickeln.