Klimaschutz beginnt am Frühstückstisch. Landesrat Rudolf Anschober wirbt für bewusstes Einkaufen.
Durch die Beachtung der drei „Ws“ könne man einiges an Kilometern einsparen und Umweltbelastungen reduzieren: Woher kommt ein Produkt – regional oder international? – Wann kauft man ein Produkt – saisonal oder importiert? – Wie wurde das Produkt produziert – konventionell, biologisch, fair trade?
Ein „Extrem-Frühstück“ bringt es auf 36.810 Kilometer Transportwege, rechnet Anschober vor. Die Milch aus dem Diskonter reist ca. 450 Kilometer. Der Zucker ist mit 60 Kilometern klimafreundlich. Spanischer Schinken hat 1.800, Käse aus Deutschland 900 Kilometer zurückgelegt. Billig-Importeier haben eine 400 Kilometer lange Anreise, der Orangensaft 11.000 Kilometer Schifffahrt und dann noch 1.200 Kilometer auf dem Land, Honig aus Übersee 9.200 Kilometer, Vollkornbrot aus dem EU-Raum 600 Kilometer! Und der Kaffee legt mehr als 11.000 Kilometer zurück.
Wer auf die Produkt-Herkunft achtet, bekommt Nachdenk-Impulse: Knoblauch aus China, Grapefruit aus Südafrika, Apfel aus Chile, Weintrauben aus der Türkei, Kiwi aus Neuseeland ... Der chilenische Apfel verursacht den 520-fachen Energieaufwand eines heimischen Apfels! Siehe auch unter dem Artikel "Regional denken und kaufen"