Zum heurigen Christophorus-Sonntag am 24. Juli 2005 hat die MIVA eine „Währungsumstellung“ vollzogen: Statt eines Groschens pro unfall-freiem Kilometer bittet sie nun um einen ZehntelCent für Missions-Autos.
Die neue Währung „ZehntelCent“ klingt ein wenig kompliziert, ist es aber nicht. Rechnet man auf 1000 Kilometer hoch, beginnt es ganz einfach zu werden: Das macht einen Euro pro eintausend Kilometer. Die Missions-Verkehrs-Arbeitsgemeinschaft (MIVA) gibt nun auch im Euro-Zeitalter wieder eine gute Orientierung, wie hoch das Zeichen der Solidarität mit den Menschen in den Ländern des Südens ausfallen könnte. Wie sein Vorgänger, der Groschen, zeigt der ZehntelCent auf charmante Weise, wie aus kleinsten Beträgen große Hilfe für die Mission wächst.
„Im Zehntel steckt die alte biblische Idee des zehnten Teils, den man der Gemeinschaft zur Verfügung stellt. Der ZehntelCent verweist also schon im Namen auf die Bereitschaft zum Teilen“, so die MIVA. Im Jahr 2004 konnte die MIVA mit Spenden der ChristophorusAktion 364 Fahrzeuge für die Mission und Entwicklungszusammenarbeit in den ärmsten Ländern der Erde finanzieren. Unter den zahlreichen Missionaren, die um ein MIVA-Auto angesucht haben, sind auch Sr. Sebalda Frieda Kienast aus Linz und P. Alfred Spießberger aus Altmünster. Sr. Sebalda arbeitet seit 43 Jahren in Südafrika und benötigt für verschiedene Transporte ihrer Schule einen Kleinbus. Auch P. Alfred Spießberger hat um einen Kleinbus gebeten. Er betreut in Bolivien 500 Waisen und Straßenkinder. Das Fahrzeug wird er für Transporte der Kinder zwischen den Kinderdörfern und den Schulen einsetzen. Wer in der Kirche keine Möglichkeit zum Spenden hatte, kann dies nachholen: PSK Nr. 1.140.000
Fahrzeugsegnung in Oberhofen
Zwei MIVA-Geländefahrzeuge für zwei Pfarren in der Zentralafrikanischen Republik segnete P. Alois Schwarzfischer aus Salzburg am Christophorus-Sonntag, 24. Juli, in Oberhofen. MIVA-Direktor Franz X. Kumpfmüller berichtete über die künftigen Einsatzorte der Landcruiser: Die Pfarren Obo und Bakouma sind jeweils mehr als doppelt so groß wie Oberösterreich. Rund 15.000 Bewohner leben in jeder Pfarre, dazu kommen in Obo aber zehntausende Flüchtlinge aus dem Sudan.