Am Sonntag, 11. September empfing P. Christian Haidinger die Weihe zum Abt von Stift Altenburg.
Aus Rumänien, aus der Schweiz, aus Kroatien und besonders viele aus Oberösterreich. Die Gäste bei der Abtweihe von P. Christian Haidinger kamen zum Teil von weit her in das ganz oben im Waldviertel gelegene Benediktinerstift Altenburg. Und dann feierte Altenburg mit den zwölf Ordenspatres und mit den Angehörigen der Stiftspfarren das seltene Ereignis einer Abtweihe. Die vielen Aufgaben, die der ehemalige Pfarrer von Buchkirchen bei Wels und Generaldechant in der Diözese Linz schon innehatte, schufen ein breites Freundschaftsnetz, sodass der Prälatenhof des 850 Jahre alten Stiftes dicht gefüllt war. Der St. Pöltener Bischof Dr. Klaus Küng leitete den Festgottesdienst und er nahm die Weihe vor. Oberösterreichs Bischof Maximilian Aichern hielt die Predigt. Stift Altenburg wurde ja vor 850 Jahren von Aicherns Heimatkloster St. Lambrecht aus gegründet. Der elfenbeinerne Abt-Stab soll noch aus der Zeit der Klostergründung stammen.Abt sein, das bedeutet Anteil nehmen an den Sorgen und Hoffnungen der Menschen, betonte Bischof Aichern in seiner Predigt. Altenburg habe das schon bisher – unter Abt Bernhard Naber – vorgezeigt. Und ein Abt sei nicht nur Vater, sondern auch Hirte und geistlicher Begleiter.Gemeinsam mit der Kirche von St. Pölten und der Weltkirche möchte der neue Abt Christian Haidinger sein Amt nun ausüben. Der Weg seiner Berufung habe bei ihm mit der Taufe begonnen. In seiner Familie konnte sie in großer Freiheit reifen – und die Berufung zum Ordensmann und zum Priester sei eine Konsequenz des damals begonnenen Weges gewesen. Im Anschluss an die feierliche Weihe wurden die Gäste von vielen Helfern im Kaiserhof des Stiftes bewirtet. Altenburg ist nicht nur ein geistiges, sondern auch ein kulturelles Zentrum im nördlichen Niederösterreich.