Ehe und Familie sind das Hauptthema der diese Woche in Mariazell stattfindenden Sitzung der Bischofskonferenz. Ein weiterer wichtiger Punkt ist das Thema Asyl.
Ausgabe: 2016/24
14.06.2016
Nach zwei Synoden und der Veröffentlichung des päpstlichen Familiendokuments „Amoris laetitia“ geht es jetzt um die Weiterarbeit im Blick auf die österreichische Situation, sagte der Generalsekretär der Bischofskonferenz, Peter Schipka, gegenüber „Kathpress“. Die Bischöfe werden dazu einen internen Studientag abhalten. In Mariazell wird es auch zu einer Begegnung der Bischöfe mit dem scheidenden Bundespräsidenten Heinz Fischer kommen – ebenso wie mit dem Apostolischen Nuntius, Erzbischof Peter Stephan Zurbriggen. Ein Fixpunkt auf der Tagesordnung ist das Gespräch über Kirche und Gesellschaft in Österreich. Dabei werden unter anderem die Flüchtlingssituation und die jüngsten gesetzlichen Verschärfungen beim Asylrecht zur Sprache kommen.
Integration
„Es geht nicht primär darum, wie wir unser Problem mit den Flüchtlingen lösen, sondern wie wir dazu beitragen können, die Probleme der Flüchtlinge zu lösen“, sagte Kardinal Christoph Schönborn vor Beginn der Konferenz. Die katholische Kirche kann auf ein umfangreiches Engagement in der Flüchtlingskrise verweisen: In ganz Österreich organisieren Pfarren, Caritas und kirchliche Organisationen Deutschkurse, Freizeit- und Bildungsangebote und unterstützen Flüchtlinge dabei, sich im täglichen Leben zurechtzufinden. Dass dies auch auf Widerstand stößt, wurde vergangene Woche erneut deutlich: Der Dienstwagen des Generalsekretärs der Wiener Caritas, Klaus Schwertner, wurde in der Nacht von Freitag auf Samstag zur Zielscheibe von fremdenfeindlichen Hassparolen, die per beschriftetem Aufkleber am Wagen angebracht wurden.