Vollversammlung der Österreichischen Bischofskonferenz
Ausgabe: 2016/25
21.06.2016
Bei ihrer Sommervollversammlung sprach sich die Österreichische Bischofskonferenz für den Auf- und Ausbau humanitärer Korridore aus. Damit unterstützen die Bischöfe einen Teil des Vorschlags von Außenminister Sebastian Kurz. Es wäre „ein ganz großer Fortschritt“, wenn künftig jährlich bis zu 15.000 schutzbedürftige Flüchtlinge direkt über humanitäre Korridore nach Österreich kommen könnten, sagte Kardinal Christoph Schönborn. Allerdings sagte der Vorsitzende der Bischofskonferenz offenbar auch in Richtung Kurz, dass das australische Modell nicht 1:1 für Europa passe. Kurz hatte eine Sammlung von Flüchtlingen und Migranten auf Mittelmeerinselns ins Spiel gebracht. Der zweite große Punkt der Bischofskonferenz betraf einen Studientag zum Dokument „Amoris laetitia“ von Papst Franziskus. Hier beschlossen die Bischöfe, die Ehevorbereitung sowie die bestehenden Angebote für Familien auszubauen.
Treffen mit Fischer
Die Bischöfe trafen auch mit dem scheidenden Bundespräsidenten Heinz Fischer zusammen. Schönborn und Fischer würdigten dabei das gute Miteinander von Staat und Kirche in Österreich. Er habe sich bewusst um ein solch gutes Verhältnis bemüht, sagte der Bundespräsident und ergänzte den Nachsatz: „Und das ist mir sehr leicht gefallen.“