Mit einem Schreiben der Glaubenskongregation möchte der Vatikan vor allem die in den letzten Jahrzehnten entstandenen charismatischen Bewegungen besser in die Kirche integrieren. Rom warnt unter anderem vor sektiererischen Tendenzen, „Parallelgesellschaften im kirchlichen Leben“, spiritueller Abschottung und einem Ausblenden der sozialen Dimension des Glaubens. Klar wird die Treue zum jeweils zuständigen Bischof angemahnt. Den Bischöfen selbst wird eine genaue Prüfung und „wohlwollende Begleitung“ vor der Anerkennung einer Bewegung nahegelegt. Gleichzeitig betont die Glaubenskongregation die Unverzichtbarkeit der charismatischen Gemeinschaften für das kirchliche Leben. Die neuen Gruppen stehen zwar im Mittelpunkt des Schreibens, an sich wendet sich der Brief aber auch an die traditionellen Ordensgemeinschaften. Auch ihnen gegenüber wird die Position des Bischofs gestärkt.