Mit einer feierlichen „Göttlichen Liturgie“ (Eucharistiefeier) startete am Sonntag das Orthodoxe Konzil auf Kreta – trotz der Weigerung von vier der 14 selbständigen orthodoxen Kirchen, daran teilzunehmen.
Ausgabe: 2016/25
21.06.2016
Der Ökumenische Patriarch von Konstantinopel, Bartholomaios I., betonte, dass das Konzil trotzdem die gesamte Orthodoxie repräsentiere. Dagegen spricht der fernbleibende Patriarch von Moskau nicht von einem Konzil, sondern nur von einer Versammlung. Die rund 170 in der Orthodoxen Akademie von Kreta tagenden Bischöfe kamen Moskau dennoch insofern entgegen, als sie nicht über den Streit in der ukrainischen Orthodoxie reden wollen. Zuletzt hatte das Parlament in Kiew den Ökumenischen Patriarchen gebeten, die ukrainische Kirche als von Moskau unabhängig anzuerkennen. Heikel sind aber auch die anderen Themen des Konzils – unter anderem die Ökumene und die Eheregeln. Unter den Teilnehmern ist auch der serbisch-orthodoxe Bischof von Wien, Andrej Cilerdzic. Er reiste erst am Montag an, weil er am Sonntag eine Kirche in Salzburg weihte.