Obwohl nur ein kleiner Prozentsatz der Armenier römisch-katholisch ist, wird die Reise des Papstes in das Land von Freitag bis Sonntag dieser Woche ein „Heimspiel“: Es ist vor allem der Mut von Franziskus, die Massaker an den Armeniern im Osmanischen Reich 1915 Völkermord zu nennen, die ihm viele Sympathien einbringt. Am Samstag wird der Papst dann auch an der Völkermord-Gedenkstätte einen Kranz niederlegen. Der zweite Höhepunkt des Besuches dürfte die erwartete Ökumeneerklärung mit dem Katholikos-Patriatchen Karekin II. von der armenisch-apostolischen Kirche werden. Dieser altorientalischen Kirche gehören rund 90 Prozent der Armenier an. Anders als bei anderen Auslandsreisen übernachtet der Papst diesmal nicht in der Nuntiatur (Botschaft) des Heiligen Stuhls, sondern ist Gast des Katholikos-Patriarchen. Er wird am Sonntag auch bei einer Göttlichen Liturgie (Eucharistiefeier) dieser Kirche anwesend sein und ein Grußwort sprechen. Papst und Katholikos werden auch gemeinsam am Fuß des Berges Ararat beten.