Der Salat trennt viele Gemüter: Die einen verhöhnen ihn als geschmackloses Grünzeug und stürzen sich lieber auf das Schnitzel. Die anderen schätzen neben den gesundheitlichen Wirkungen seine Frische und den Geschmack.
Der Häuptelsalat und der Vogerlsalat führen wohl die Beliebtheitsskala der Blattsalate an. Daneben behaupten sich der Lollo Verde und der Lollo Rosso, der Eichblatt- und der Friseesalat. In den letzten Jahren wieder entdeckt wurde der Rucolasalat. Früher war er als Rauke bekannt, geriet in Vergessenheit und ist mit der italienischen Küche in die heimische Salatschüssel zurückgekehrt. Sein eher herber Geschmack macht den Radicchio zum Geheimtipp – oder setzt ihn auf die Liste der weniger begehrten. Dieses Los teilt er mit dem Chicoree, der vor allem im Winter in den Regalen zu finden ist, neben Endiviensalat und Chinakohl.
Jedenfalls gesund
Keine ausgewogene Ernährungsform kommt ohne Salate aus. Durch den hohen Anteil an Ballaststoffen halten sie den Körper fit. Alle Blattsalate sind kalorienarm. Ein grüner Kopfsalat, zum Beispiel, enthält pro hundert Gramm 95 Gramm Wasser und schlägt mit schlanken zwölf Kalorien zu Buche. Dazu enthalten Salate jede Menge Vitamine und Mineralstoffe wie Eisen, Kalium und Folsäure. Nicht die Herzen, sondern die äußeren, dunklen Blätter sind die wertvollsten. Und auch der Bitterstoffanteil sagt einiges über die Inhaltsstoffe aus: je bitterer der Geschmack, umso verdauungs- und appetitanregender die Wirkung.
Selbst anbauen
Nicht nur im Garten, auch auf Balkonen werden zunehmend Obst und Gemüse gepflanzt. Pflücksalate können auf diesen kleinen Flächen gut gedeihen, vorausgesetzt, sie bekommen genügend Sonne und Wasser. Sie bilden keinen Kopf aus, sondern lose Blattrosetten und können daher auch in geringeren Mengen geerntet werden. Dabei sollte man immer die äußeren Blätter abschneiden, damit die Pflanze innen weiter wachsen kann.
Bitte rasch verbrauchen
Viele Blattsalate werden schnell welk und sollten daher nicht zu lange im Kühlschrank gelagert werden. Häuptel-, Eichblatt- und Vogerlsalat, aber auch Lollo Rosso und Verde zählen zu diesen heikleren Salaten. Man sollte sie aus diesem Grund auch erst knapp vor dem Servieren marinieren, sonst sehen sie eher traurig aus. Etwas haltbarer zeigen sich der Rucola oder auch der Radicchio. Chicoree, Chinakohl und Eisbergsalat überstehen hingegen auch über eine Woche kühle und dunkle Lagerung ohne weiteres.
Salatmixturen
Aus einem einfachen grünen Salat wird im Handumdrehen eine sommerliche Hauptspeise – etwa mit bunten Paprikastreifen, Tomaten- und Gurkenstücken und frischen Sprossen. Es gibt kein Gemüse, das man nicht dazuschneiden könnte, alles nach persönlichem Geschmack natürlich. Aber auch jede Art von Käse – von Mozzarella bis Blauschimmel – kann man mit Salat gut kombinieren. Oliven, Kapern und getrocknete Tomaten vermitteln italienisches Flair, Makrelen oder Matjes lassen eher an den Norden denken. Und auch Fleischliebhaber/innen müssen nicht zu kurz kommen: für sie gibt es ein Stück Schinken oder gegrilltes Hühnerfleisch oben drauf. Und schließlich kann man sich den Salat auch mit Obststücken, Nüssen und Samen schmecken lassen.