Schön langsam wird es spannend in Frankreich. Vielleicht hoffen manche Teams jetzt auf die Unterstützung der Nationalheiligen und die Spieler auf die Hilfe ihrer Namenspatrone.
Ausgabe: 2016/25
22.06.2016
Darum werfen wir dieses Mal einen Blick auf die Vornamen einiger österreichischer Fußballer. Da spielt zum Beispiel David (Alaba), dessen Namenspatron ein kleiner Schafhirte war, aus dem später ein König werden sollte, der 40 Jahre lang über Israel herrschte. Bevor es dazu kam, besiegte er im Kampf gegen die Philister den Riesen Goliath mit seiner Steinschleuder. Von Markus (Marko Arnautovic, Marc Janko, Marcel Sabitzer) stammt das älteste Evangelium, das Markusevangelium. Markus ging mit Paulus auf eine Missionsreise. Als dieser in Rom hingerichtet wurde, begann Markus nachzuforschen und Berichte über Jesus zu sammeln. So entstand sein Evangelium. Lukas (Hinterseer) war von Beruf Arzt und ebenfalls Evangelist, er schrieb das Lukasevangelium und die Apostelgeschichte. Jakobus schließlich (Jakob Jantscher) zählte zu den Aposteln Jesu. Die Geschichte vom Hl. Martin (Namenspatron der Spieler Harnik und Hinteregger) kennst du sicher und du feierst das Martinsfest im November. Auch die Geschichte von Florian (Klein) ist dir wahrscheinlich bekannt: Er war Beamter im römischen Reich. Als er sich weigerte, seinem christlichen Glauben abzuschwören, wurde er mit einem Mühlstein um den Hals in die Enns geworfen. Er ist der Landespatron von Oberösterreich. Rupert (Robert Almer) wiederum ist der Namenspatron des Landes Salzburg. Er zog durch Deutschland und Österreich und verkündete dort seinen Glauben. Als Belohnung dafür schenkte ihm der Herzog von Bayern die Stadt Salzburg. Nicht nur Menschen, auch Ländern schreibt man bestimmte Heilige zu: So ist Leopold der Patron von Österreich. Er war hier vor etwa 900 Jahren Markgraf. Leopold gründete und förderte Klöster, zum Beispiel Klosterneuburg und Heiligenkreuz, die auch zu wichtigen Ausbildungsstätten wurden. In der ersten Runde trat der Heilige Leopold übrigens gegen die Nationalheiligen Stephan (Ungarn), Antonius (Portugal) und Thorlak (Island) an.