Die Kräutersaison hat begonnen. Der Thymian wächst wild und aromatisch auf der Wiese, die Kapuzinerkresse zeigt ihre bunten Blüten am Balkon. Jetzt heißt es Ernten und Genießen.
Kräuter feiern ein Comeback in der Küche. Von Bärlauch bis Waldmeister wird nicht nur ihre gesundheitfördernde Wirkung sondern auch ihr kräftiges Aroma und der frische Geschmack geschätzt. Frisch geschnitten in die Küche, so schmecken Kräuter am besten. Schon beim Reiben an den Blättern und Abpflücken entfaltet sich ein angenehmer Duft, der beim Zerkleinern oder Anschwitzen in Öl noch einmal gesteigert wird. Kräuter sind die Krönung für jeden Salat, das Tüpfelchen auf dem „I“ bei Gemüse und einfach unverzichtbar auf Fisch und Fleisch.
Kräuter zum Aromatisieren
Dass man aus einfachen Ölen und Essigen mit ein paar Kräutern ausgefallene Geschmacksvarianten erzielen kann, ist bekannt. Die Basis sollte aber immer hochwertig sein. Besonders beliebt sind als Zugaben Rosmarin, Basilikum, Thymian, Dille und Kräuter der Provence. Weniger bekannt, aber sehr schmackhaft sind Honigmischungen mit Kräutern. Klein gezupfte oder gehackte Kräuter wie Rosmarin, Thymian und Ingwer (jeweils extra, nicht zusammen) lässt man einige Zeit im Honig ziehen. Ein besonderer Tipp: Honig mit geschnittenen Zwiebeln eignet sich hervorragend für eine Salat-Vinaigrette. Am besten, man probiert alles in kleinen Mengen einmal aus. Grundsätzlich kann man auch alle gängigen Salzsorten zum Mischen mit Kräutern verwenden. Grobes Meersalz eignet sich jedoch am besten, weil die Kräuter mit dem Salz in der Küchenmaschine oder im Mörser verrieben werden und dabei das normale Speisesalz zu pulvrig wird. Thymian, Salbei, Petersilie, Liebstöckel und viele andere Kräuter werden frisch oder getrocknet mit dem Salz vermischt. Schließlich kann man auch ganz normalem Wasser ein frisches Aroma verleihen, etwa mit Minze oder Zitronenmelisse. Verschlossen über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen – fertig ist ein aromatischer und kalorienarmer Sommerdrink.
Kräuterbutter selbst gemacht
Zum Grillen gehört sie dazu wie Senf und Ketchup. Am besten gelingt sie, wenn man die zimmerwarme Butter mit dem Mixer aufschlägt. Dabei gewinnt sie etwas an Volumen und wird heller. Die Kräuter lassen sich nun ganz leicht unterrühren. Ob Schnittlauch, Petersilie, Minze oder Thymian – die Mischung ist Geschmackssache. Die Kräuterbutter wird in kleineren Portionen kalt gestellt.
Wildkräuter mit Tipps, Rezepten und Briefmarken
Wissenswertes über Wildkräuter, ihr Vorkommen, die möglichen Anwendungen, die besten Standorte und einfache Rezepte finden sich in einem Band aus der Serie „!marken heft xl“. Eingeheftet sind auch neun Briefmarken (Wert 68 Cent) mit schönen Zeichnungen von Wildkräutern.