Nach zwei Monaten und mehr als 1000 Kilometern zu Fuß aus dem Schweizer St. Gallen sind Pilgerinnen der Initiative „Für eine Kirche mit den Frauen“ in Rom angekommen. Zum Abschluss feierte die Gruppe am Samstag eine Messe im Petersdom.
Ausgabe: 2016/27
05.07.2016
Zweck der Wallfahrt sei die Botschaft, dass „Männer der Kirche in Zukunft nicht mehr ohne Frauen über deren Stellung, Rolle und Funktion entscheiden“ sollten, sagte die Hauptinitiatorin Hildegard Aepli. Sie betonte, sie wolle „weg von der Forderung des Frauenpriestertums“. Es gehe aber darum, einen Dialog „auf Augenhöhe“ zu führen und, „wo es möglich ist, Frauen einzubeziehen“. Dabei lobte sie die von Papst Franziskus angekündigte Studienkommission zur Rolle von Diakoninnen in der frühen Kirche. Es sei eine Chance, wenn nun auch Frauen in diese Kommission berufen würden, so Aepli. Als positives Signal bewertete sie auch die Unterstützung der Aktion durch die Bischöfe Felix Gmür aus Basel, Markus Büchel aus St. Gallen und Wilhelm Krautwaschl aus Graz sowie durch mehrere Äbte und Ordensobere – darunter der Vorsitzende der österreichischen Superiorenkonferenz, Abtpräses Christian Haidinger –, die alle zum Abschluss des Pilgerwegs der Initiative nach Rom gekommen waren. Die Kerngruppe aus rund 25 Frauen und Männern war am 2. Mai in St. Gallen aufgebrochen, zahlreiche Gleichgesinnte hatten sich streckenweise angeschlossen.