Der Sommer kommt mit einer Überfülle an Obst und Gemüse daher, das im eigenen Garten geerntet und dann verarbeitet wird. Was nicht gegessen werden kann, muss keineswegs verderben: Durch Einkochen können die Vitaminspender für den Winter haltbar gemacht werden.
Ausgabe: 2016/29
19.07.2016
- Sarah Parnreiter
Bewusst regional
Was früher eine Notwendigkeit war, um auch im Winter Gemüse zur Verfügung zu haben, entwickelt sich zum neuen Trend. Auch wenn mittlerweile das ganze Jahr über ein Überangebot an Obst und Gemüse in den Supermarktregalen liegt, entscheiden sich immer mehr Menschen dafür, ihre eigenen Produkte anzubauen und zu verarbeiten. Man will wissen, woher die Nahrungsmittel kommen und wie sie angebaut wurden. Darauf haben auch schon viele Supermärkte reagiert. Sie bieten vermehrt regionale Produkte an. Viele Konsument/innen entscheiden sich auch bewusst dafür, bei regionalen Bauern in den Ab-Hof-Läden einzukaufen. Besonders Freude bereitet es dann aber doch, wenn man die Möglichkeit hat, selbst Gemüse und Obst anzubauen – denn noch regionaler geht es nicht mehr. Die sprichwörtlichen Früchte dieser Arbeit lassen sich im Sommer ernten. Wenn man aber nach dem zehnten Kirschkuchen nicht mehr weiß wohin mit den Früchten, und man alle bekannten Zubereitungsarten für Zucchini bereits ausprobiert hat, empfiehlt es sich, die restliche Ernte für den Winter zu konservieren.
Traditionell kreativ
Während das Einkochen früher vor allem praktische Gründe hatte, lassen Köch/innen heutzutage bei den Rezepten ihrer Kreativität freien Lauf. Statt der üblichen Erdbeermarmelade finden sich im Bäuerinnen-Einkochbuch Rezepte für Erbeermarmelade mit weißer Kuvertüre oder Most, oder die Erdbeeren werden mit anderen Früchten wie etwa Orangen, Rhabarber, Kirschen oder Holunderblüten vermischt.
Auch Gemüse lässt sich hervoragend auf raffinierte Weise haltbar machen. Chutneys sind süß-saure, manchmal scharfe Saucen aus der indischen Küche, die bestens zu verschiedenen Fleischsorten passen. Sie können zum Beispiel aus Kürbis oder Pfirsichen hergestellt werden, auch ein Rezept für ein Quitten-Apfel-Chutney gibt es. Wer beim exotischen Essen lieber auf der sicheren Seite bleiben möchte, kann Bekanntes wie Essiggurken leicht selbst herstellen.