Große Bestürzung und Trauer herrschen, nachdem am Donnerstag vergangener Woche in Nizza bei den Feierlichkeiten zum französischen Nationalfeiertag ein Lkw in eine Menschenmenge raste und dabei mehr als 80 Menschen ums Leben kamen.
Ausgabe: 2016/29, Nizza
19.07.2016
In einem Telegramm an Nizzas Erzbischof Andre Marceau hat Papst Franziskus den Anschlag vom Donnerstag verurteilt. Er beklagte die zahlreichen Opfer, „darunter auch Kinder“. Weiter äußerte der Papst „tiefe Trauer“ und bekundete seine geistliche Nähe zum französischen Volk. Er bitte Gott für Frankreich „um das Geschenk des Friedens und der Eintracht“, heißt es in dem Schreiben. Den betroffenen Familien, den Verletzten und den Rettungskräften sagte Franziskus sein Gebet angesichts dieser „Prüfung“ zu.
Sprachlos
Tief erschüttert über den verheerenden Terroranschlag in Nizza zeigte sich auch der österreichische „Europabischof“ Ägidius Zsifkovics. Der Anschlag sei „der Gipfel der Menschenverachtung und Gottlosigkeit“ – ihm müsse nun „umso entschiedener die Macht der Liebe“ entgegengesetzt werden, so Zsifkovics. Dem Terror dürfe es nicht gelingen, „den Glauben an das Gute und Sinnerfüllte, an das Menschliche und Menschenwürdige, an das Leben und Lebenswerte zu brechen“. Entsetzt und „letztlich sprachlos“ haben sich zudem der Linzer Bischof Manfred Scheuer und der evangelisch-lutherische Bischof Michael Bünker anlässlich des jüngsten Terroranschlags von Nizza gezeigt.
Am Freitagabend fand in Nizza ein Gedenkgottesdienst für die Opfer des Terroranschlags statt, dem der Vorarlberger Bischof Benno Elbs an der Seite des Bischofs von Nizza, André Marceau, vorstand. Es gehe jetzt darum „Zeichen zu setzen, die dem Hass entgegenwirken.“
Fahrer erschossen
Am späten Donnerstagabend war im südfranzösischen Nizza ein Lastwagen durch eine Menschenmenge gerast, die sich zu einem Feuerwerk anlässlich des Nationalfeiertags auf der Strandpromenade versammelt hatte. Nach aktuellen Medienangaben wurden mindestens 84 Menschen getötet und 202 verletzt, viele von ihnen schwer. Der mutmaßliche Angreifer, ein 31-jähriger Tunesier, wurde von der Polizei erschossen.