Es war ein dreijähriger Schaffensrausch, in dem Anton Bruckner seine sechste Symphonie komponiert hat. Sie steht im Zentrum der St. Florianer Brucknertage.
Ausgabe: 2016/32, Anton Bruckner, Stift St. Florian, Brucknertage, Festival,
09.08.2016
Ein Festival entwickelt immer einen eigenen Sog. Wenn sich Kunstschaffende und Publikum in verschiedenen Veranstaltungen einem Thema widmen, entsteht mehr als die Summe der einzelnen Teile: Es ist das inspirierende Gefühl, an etwas Bedeutendem teilzuhaben. Das Festival der St. Florianer Brucknertage steht im Zeichen der Geburt von Anton Bruckners sechster Symphonie. In St. Florian hat er sie zwischen 1879 und 1881 komponiert. Hier wird sie auch von 14. bis 20. August musikalisch umkreist. Das britische European Brass Collective eröffnet das Festival am Sonntag, 14. August. Im Rahmen der Bruckner-Orgelnacht – mit Liegestühlen und einer Orgelbar – improvisieren sechs Organisten aus fünf Ländern über die Symphonie. Eine kammermusikalische Bearbeitung ist im Laufe der Woche ebenso zu hören wie eine Fassung für zwei Klaviere. Der wissenschaftliche Hintergrund wird im Rahmen eines Symposiums ausgeleuchtet. Die symphonische Aufführung der Sechsten durch die Vienna Brass Connection rundet das Festival ab. Es wird den „Spirit des Werks“ spüren lassen, ist der künstlerische Leiter Matthias Giesen überzeugt.
Programm & Karten:www.brucknertage.at, Tel. 0732/77 52 30 (Brucknerhaus Servicecenter)