Wenn nach regenreichen Tagen im Spätsommer und Herbst die Sonne scheint, dann schießen die Schwammerl sprichwörtlich aus dem Boden. Viele davon schmecken spitze. Aber Vorsicht! Nicht alle Pilze sind auch genießbar.
Meist unterirdisch oder in toten Bäumen breiten sich die Schwammerl heimlich aus. Der Teil, der über der Erde zu sehen ist, ist der Fruchtkörper. In ihm sitzen die Samen, die sich nur überirdisch verbreiten können. Die meisten Schwammerl wachsen an ganz bestimmten Stellen im Wald. Oft verrät schon der Name, wo man sie finden kann. So findet man Birkenpilze häufig am Fuße von Birken, Lärchenröhrlinge in der Nähe von Lärchen, und so weiter. Zwischen Bäumen und Pilzen gibt es viele solcher „Freundschaften“.
Die richtige Ausrüstung
Zuallererst muss die Kleidung stimmen. Eine lange Hose und ein langärmeliges Leibchen schützen vor Zecken genauso wie vor Kratzern von Dornen und Ästen. Festes Schuhwerk ist unverzichtbar, denn im Wald geht es über Stock und Stein und auch Wurzeln können zu Stolperfallen werden. Schließlich braucht der Schwammerlsuchende auch noch ein kleines Taschenmesser und einen Korb oder ein Stoffsackerl. Dort kommen die gesammelten Schätze hinein. Und schon kann‘s los gehen!
Gut oder giftig?
Ob ein Schwammerl genießbar oder ungenießbar ist, sieht man oft nicht auf den ersten Blick. Selbst erfahrene Sucher müssen ab und zu in Fachbüchern nachschlagen, denn viele giftige Pilze sehen den Genießbaren sehr ähnlich. Grundsätzlich gilt: Kennst du ein Schwammerl nicht, dann lass es stehen! Vielleicht freut sich ja ein Fuchs oder ein Reh darüber. Denn auch Tiere lieben die kleinen Delikatessen. Außerdem solltest du nie mehr sammeln, als du auch essen kannst. Schwammerl müssen nämlich rasch verarbeitet werden, sonst werden sie matschig und verderben. Hat man aber ein gut gefülltes Körbchen, lassen sich daraus herrliche Gerichte kochen. Ob Schwammerlgulasch, Parasol-Schnitzerl oder einfach nur als Beilage, Schwammerl sind einfach Spitze!
Was ist dein Lieblingsrezept? Welche Schwammerl hast du schon gefunden? Schreib an kiki@kirchenzeitung.at oder KiKi, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz