Das ökumenische Engagement seiner Kirche fortzuführen, ist erklärtes Ziel von Pastor Stefan Schröckenfuchs. Er wird am 1. September Superintendent der Evangelisch-methodistischen Kirche in Österreich.
Ausgabe: 2016/34, Pastor Stefan Schröckenfuchs, ökumenisches Engagement,
23.08.2016
- Heinz Niederleitner
Mit der Frage, wo sein Platz in seiner Kirche ist, beschäftigte sich der aus Seekirchen am Wallersee (Salzburg) stammende Theologe bereits im Alter von 17 Jahren. Er entschied sich für die Seelsorge. Der heute 38-Jährige hat vor dem Theologiestudium in Reutlingen (Baden-Württemberg) ein Praktikum in einer Gemeinde gemacht. Dort erfuhr er die Bestätigung, dass der eingeschlagene Weg richtig ist. Auch seine Frau, mit der er heute drei Kinder hat, konnte sich das gut vorstellen. 2006 trat er als „Pastor auf Probe“ seine erste Dienststelle an und wurde 2009 ordiniert. Jetzt wurde ihm von Bischof der Evangelisch-methodistischen Kirche von Mittel- und Südeuropa, Patrick Streiff, als Superintendent in Österreich ein neuer Platz zugewiesen – zusätzlich zu seiner Pastorenstelle in Wien-Fünfhaus. Mit rund 1500 Mitgliedern ist die methodistische Kirche in Österreich zwar klein, aber öffentlich insbesondere für ihr sozial-diakonisches Wirken bekannt (z. B. das Zentrum Spattstraße in Linz). „Dieser Wesenszug ist in jeder Gemeinde wichtig“, sagt Schröckenfuchs.
Pläne für die kommende Amtszeit
In seiner Amtszeit möchte er sich um die Zusammenarbeit von Pastor/innen und Laien bemühen: Er geht davon aus, dass es in der Seelsorge mehr Quereinsteiger geben und das ehrenamtliche Engagement noch wichtiger wird – Entwicklungen, die anderen Kirchen nicht fremd sind. Auch die Vernetzung zwischen den Gemeinden ist ihm ein besonderes Anliegen. Direkt vor der Tür steht das Reformationsjubiläum: Die Methodisten in Österreich sind eine evangelische Kirche und pflegen, obwohl nach der Reformation entstanden, diese Tradition.