Wer P. Karl Wallner sieht, denkt automatisch an das Stift Heiligenkreuz. Ab September wird der bekannte Zisterzienser nun den Päpstlichen Missionswerken Missio als Neuer Nationaldirektor ein Gesicht geben.
Ausgabe: 2016/35, Gesicht Missio, Karl Wallner, P. Wallner
30.08.2016
- Heinz Niederleitner
Fernsehauftritte, Interviews und die erfolgreichen Choral-CDs seiner Gemeinschaft: P. Wallner ist mit den Medien vertraut. Die Öffentlichkeitsarbeit des gebürtigen Wieners ist bisher dem Stift Heiligenkreuz und dessen Hochschule „Benedikt XVI.“ zugute gekommen. Aber nicht nur: Priesterstudenten und Ordensleute kommen aus dem ganzen deutschsprachigen Raum und anderen Weltgegenden dorthin. Nun stellt der 53-Jährige als neuer Missio-Nationaldirektor sein Wirken noch mehr in den Dienst der Weltkirche: Die Päpstlichen Missionswerke, die es in 150 Ländern gibt, fördern 1180 Missionsdiözesen. Die jährliche Sammlung am Weltmissionssonntag gilt als größte Solidaritätsaktion der Welt.
Brennen
Dennoch ist Wallner überzeugt, dass man Missio noch bekannter machen muss. Dafür gibt er manche Funktionen in Heiligenkreuz ab. „Das hat zudem den Vorteil, dass wir dort breiter aufgestellt sind“, sagt er. Dass sein Kloster eben einen Höchststand an Mönchen verzeichnet, macht ihm das Abgeben leichter. Eines aber bleibt der Theologe, der unter Ehrenschutz („sub auspiciis“) des Präsidenten promovierte: Professor an der Hochschule und zumindest ein Jahr noch Rektor. „Da kann ich nicht davonlaufen“, sagt Wallner, der seit 1999 in leitender Hochschulstellung tätig und wesentlich für den Ausbau verantwortlich ist. Gleichzeitig „brennt“ er für seine neue Aufgabe: Er fährt noch heuer in den Senegal und nach Peru, um Missio-Werke vor Ort kennenzulernen.