Die ersten Tage und Wochen im Kindergarten verlangen Kindern und Eltern einiges ab. Ein neuer Tagesrhythmus, eine ungewohnte Umgebung und unbekannte Spielgefährten verändern die Lebenswelt der Kinder und den Alltag der ganzen Familie.
Jonas freut sich auf seinen ersten Tag im Kindergarten. Vom Schnuppertag weiß er, dass die Tanten sehr nett sind, dass es ganz viel Spielsachen dort gibt und dass auch Felix, das Nachbarkind, in derselben Gruppe sein wird.
Angst nehmen
Man kann ein Kind sehr gut in kleinen Schritten auf den Kindergarten vorbereiten, indem man zu Hause darüber spricht. Was ist ein Kindergarten? Was macht man dort? Denn was Erwachsene schon wissen, muss man den Kleinen erst erklären. Hilfreich für Eltern und Großeltern sind Vorlesebücher über den Kindergarten oder man erzählt über eigene Erinnerungen.
Erste Erfahrungen
Damit das Kind die Atmosphäre im Kindergarten schon vorab richtig erleben kann, sollte man unbedingt die Möglichkeit eines Schnuppertages nutzen. Die Kinder sehen, hören und fühlen, was Kindergarten bedeutet. Und die Eltern können sich nach wichtigen Dingen wie Mittagsschlaf, essen und trinken erkundigen.
Ohne Mama und Papa
Trotz aller Vorbereitungen ist der Kindergarten anfangs ein fremder Ort. Dazu kommt, dass die Eltern fehlen. Tränen an den ersten Tagen sind fast normal, sagen erfahrene Kindergartenpädagog/innen. Aber wenn ein Kind aus früheren Erfahrungen weiß, dass die Eltern verlässlich zum Abholen kommen werden, ist dieser Trennungsschmerz nur von kurzer Dauer. Aus diesem Vertrauen heraus werden Neugier und die Lust am Spielen schnell die Oberhand gewinnen.
Auch Jonas zerdrückt trotz seiner Vorfreude am ersten Kindergartentag ein paar Tränen. Doch schon als die Mama zum Auto geht, spielt er fröhlich mit seinen neuen Freunden, denn er weiß, er wird bald wieder abgeholt. Zu Hause dann ist Jonas müde und braucht seit langer Zeit wieder ein Mittagsschläfchen.
10 Tipps für einen guten Start
Eltern können ihren Kindern den Start in den Kindergarten erleichtern, wenn sie
1. den Abschied an der Kindergartentür kurz halten, 2. aber nicht klammheimlich verschwinden, 3. ihr Kind regelmäßig bringen, 4. Abholzeiten zuverlässig einhalten, 5. es anfangs früher abholen, 6. sich um einen festen Tagesrhythmus vor und nach dem Kindergarten bemühen, 7. Zeit für ihr Kind haben und ihm intensiv zuhören, 8. es aber keinem Verhör unterziehen („was hast du alles gemacht im Kindergarten?“), 9. engen Kontakt zu den Kindergartenpädagog/innen halten, 10. andere Kindergarten-Kinder zum Spielen einladen.
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