Der Raum ist wie geschaffen für eine Galerie: weißes Gewölbe, steinerne Säulen und eine Atmosphäre, die gerne vor den Bildern verweilen lässt. Seit mehr als 15 Jahren sind im Pfarrzentrum von Buchkirchen – „Schlösschen“ wäre passender für das barocke Ensemble – Ausstellungen oberösterreichischer Künstlerinnen und Künstler zu sehen. Georg Stifter, Karl Herndler und Doris Miedl-Pisecky stellten unter anderen hier aus, auch Mercè Picó-Kirchmayr (siehe Kasten). Sie leitet die Galerie ehrenamtlich im Rahmen des Katholischen Bildungswerks (KBW).
Bilder und Spielzeug
„Ich wollte Kunst auf einem hohen Niveau“, sagt Mercè Picó und erzählt vom Beginn der Galerie, die der damalige Pfarrer, Abtpräses Christian Haidinger, initiiert hat. Die Galeriearbeit hat seither viele Begegnungen mit sich gebracht. Das erfordert eine gute Planung. Denn der Raum gehört nicht der Kunst allein: Die Spielgruppe von SPIEGEL, einem Eltern-Kind-Angebot des Bildungswerks, nutzt die Galerie. Sie hat einen eigenen Zugang zum begrünten Innenhof, perfekt für Vernissagen – und für Kinderspiele. Steht eine Ausstellungseröffnung bevor, muss das Spielangebot geräumt werden. Das ist aufwändig, aber man arrangiert sich, meint Birgit Tragl. Die Leiterin des KBW arbeitet eng mit Mercè Picó zusammen. Beide wollen nun ihr ehrenamtliches Engagement zurückschrauben. Kann die Galerie dann auf diesem Niveau weiterbestehen? In Anbetracht dieses besonderen Ortes, an dem sich Kunst und Pfarre begegnen können, wäre ein neues Konzept wünschenswert.