Die Diözese Linz ist mit ca. 20 Projekten bei Linz09 vertreten. Über das Zusammenspiel von Kirche und Kultur sprach die KirchenZeitung mit Ulrich Fuchs, dem stellvertretenden Intendanten für Linz09.
Welches Interesse hat das Team von Linz09, Kirchen und Religionsgemeinschaften einzuladen, kulturelle Projekte um zu setzen? Zum weiten Spektrum des Kulturellen gehören auch die Religionsgemeinschaften in Linz, die christliche ebenso wie die muslimische und die jüdische und andere. Linz09 verfolgt das Ziel, alle Linzerinnen und Linzer für das große Projekt der Stadt zu interessieren und sie für Kunst und Kultur zu gewinnen. Und das geschieht oft am besten, indem man die Menschen da abholt, wo sie sich zu Hause fühlen.
Kirche als Kulturfaktor: Wo sehen Sie die Chancen für Kirche und Kultur für Linz09? Nach meinen bisherigen Erfahrungen zeichnet sich die Diözese Linz durch ein hohes Maß an sozialem und gesellschaftlichem Engagement aus, das sich gegen Intoleranz und Fremdenfeindlichkeit richtet. Mir hat die positive Stellungnahme des Bischofs zum geplanten islamischen Gemeindezentrum gut gefallen. Diese Haltung passt insgesamt gut zu einer Stadt, die im Jahr 2009 im europäischen Fokus steht.
Gibt es ein gemeinsames Projekt der Kirchen und Religionsgemeinschaften für Linz09? Ja, zur Zeit arbeiten die die beiden christlichen Kirchen mit der jüdischen Gemeinde und muslimischen Gläubigen an der Idee, im Sommer 2009 einen gemeinsamen Ort zu haben: „Abrahams Zelt“ – als Begegnungs- und Diskussionsstätte der drei Religionen, die sich auf Abraham beziehen. Es würde mich sehr freuen, wenn diese Idee so gut ausgearbeitet wird, dass wir sie verwirklichen können.
- Gesprächsreihe Linz09 im Lentos „Politik liebt Kunst“, Politiker/innen zeigen ausgewählte Werke, am 24. 1. LR Rudi Anschober, um 18.15 Uhr.