Ausgabe: 2008/03, politische Botschaft, Anschläge, Bagdad, Mossul, Kirkuk, Gewalt
16.01.2008
Innerhalb weniger Tage wurden vergangene Woche in Bagdad, Mossul und Kirkuk zehn Anschläge auf christliche Kirchen und Klöster verübt. Kirchenkreise vermuten eine konzertierte Aktion, um die Christen einzuschüchtern und geflohene christliche Familien an der Rückkehr zu hindern. Der mit Österreich eng verbundene Erzbischof von Kirkuk, Luis Sako, sieht in den Anschlägen in seiner Diözese „eindeutig eine politische Botschaft“. Die Terroristen möchten die Christen in Kirkuk, die bisher – auch aufgrund der guten Kontakte Sakos zu muslimischen Führern – wenig unter Gewalt zu leiden hatten, in Angst und Schrecken versetzen.