Am Donnerstag vergangener Woche sollte Papst Benedikt mit einem Vortrag das akademische Jahr an der größten italienischen Universität, der römischen „La Sapienzia“, eröffnen. Rektor Renato Guarini hatte ihn persönlich eingeladen. Nachdem eine kleine, aber militante Minderheit von Studenten und Dozenten seit Tagen gegen den Auftritt des Papstes protestiert hatte, sagte der Vatikan den Besuch ab. Zahlreiche Politiker verurteilten den Vorfall. Am vergangenen Sonntag kamen zehnmal soviele Besucher als gewöhnlich auf den Petersplatz, um dem Papst ihre Solidarität zu bekunden, darunter viele Studenten und Professoren.