2003 kamen Vertreter des Kamillianerordens erstmals wieder in die von ihnen errichteten Lepradörfer in der Provinz Yunnan im Süden Chinas. 1952 waren sie von dort vertrieben worden. Bei ihrer Rückkehr bot sich ihnen ein erschreckendes Bild von Armut, menschenunwürdigen Behausungen, mangelnder Hygiene und fehlender medizinischer Versorgung. Für die mehr als 70 Kinder der meist leprakranken Eltern gab es gerade einmal 28 Schulplätze. Von den Behörden waren die abgelegenen Dörfer vergessen. Es gab weder elektrischen Strom noch sauberes Trinkwasser. Die Zufahrtswege waren während der Regenzeit unpassierbar. Seither hat sich viel verändert. In Shi Zhong wurde eine neue Volksschule für 80 Kinder gebaut, wo die Buben und Mädchen auch täglich eine warme Mahlzeit erhalten. Es gibt im Dorf sauberes Trinkwasser und Strom sowie eine entsprechende medizinische Versorgung für die Leprakranken. Das nächste Projekt ist die dringend nötige Aufschotterung der Zufahrtswege. Zwölf Millionen Menschen leiden weltweit an Lepra. Es ist eine Krankheit der Armen. Zum Weltlepratag am 28. Jänner bitten unter dem Kennwort „Lepra“ um Hilfe: