Ausgabe: 2008/06, Bischof, Schwarz, Fasten, Hirtenbrief, Kirche
06.02.2008
In seinem Fasten-Hirtenbrief lädt Bischof Ludwig Schwarz ein, das Leben in Kirche und Welt mitzugestalten.
Christen bräuchten für ihr Engagement eine gute Verwurzelung im Glauben, aber keinen Pessimismus, betont Diözesanbischof Dr. Schwarz im Brief. Bei Visitationen erlebe er eine starke Hinwendung auf strukturelle und administrative Probleme, nur selten würde über Gott und die Freude am Glauben gesprochen.
Gotteserfahrung aus erster Hand. Darin bestehe aber die Kernbedrohung der Kirche, „dass jener Gott nicht mehr vorkommt, der eigentlich die Menschen an sich zieht“. „Wer aktuell sein will und nicht bloß modisch, der muss in Gott selbst eingewurzelt und verankert sein“, betont Schwarz. „In unseren Pfarren muss zuallererst wieder Gotteserfahrung aus erster Hand möglich werden.“ „Viele Menschen in unserem Land kennen Christus nur oberflächlich oder noch gar nicht“, stellt der Bischof fest. Es brauche daher zuallererst das Hören auf das Wort Gottes in einer Atmosphäre beständigen Gebetes und des Suchens seiner Nähe in der Liturgie. Besonders lädt Bischof Schwarz ein, den Sakramenten, die den Glauben vertiefen, Aufmerksamkeit zu schenken, vor allem der Feier der Eucharistie sowie der Buße und Versöhnung. Es sei schmerzlich, dass nur ein Teil der Bevölkerung den christlichen Glauben im Alltag umsetze. Bischof Schwarz ermuntert im Hirtenbrief zum persönlichen Glaubenszeugnis für andere. „Trauen wir uns doch!“, lädt er ein. Religionslehrer, Caritas-Mitarbeiter/innen, Eltern, Familien sollten so dem Glauben ein persönliches Gesicht geben – „Euer Gesicht!“ „Dort, wo ein Christ jemanden in sein Leben, in sein Herz schauen lässt, da geschehen auch heute Wunder.“