Das Jahrestreffen der Seelsorgeteams am 1. Februar 2008 hatte die „Kirchenbilder und das Amtsverständnis des 2. Vatikanischen Konzils“ zum Inhalt. Ansgar Kreutzer und Monika Udeani, Assistent/in an der KTU Linz, betonten, dass in den Konzilstexten eine Vielzahl von Beschreibungen für Kirche gebraucht werden. Sie wiesen auf die Entstehungsgeschichte und Bedeutung der einzelnen Bilder hin, doch die Rede von „Kirche als Volk Gottes unterwegs“ beschreibt am treffendsten den Geist des Konzils. Kirche als Volk Gottes schließt die Hierarchie nicht aus, sondern selbstverständlich ein. Die gemeinsame Verantwortung von Priestern und Laien für die Seelsorge ist nicht vom Himmel gefallen, sondern im Konzil wiederentdeckt worden, betonte Monika Heilmann, die gemeinsam mit Gabriela Broksch für die Begleitung der Seelsorgeteams zuständig ist. Wörtlich heißt es dazu in der Konzilskonstitution über die Kirche: „Durch die Wiedergeburt (Taufe) und die Salbung mit dem Heiligen Geist (Firmung) werden die Getauften zu einem geistigen Bau und zu einem heiligen Priestertum geweiht.“ Das gemeinsame Priestertum der Gläubigen ist in der Linzer Diözesansynode auf die Anforderungen vor Ort bezogen und konkretisiert worden. Für die meisten der 84 Teilnehmer/innen am Treffen war die Beschäftigung mit den Texten nicht einfach ein Theorieblock, sondern eine Hilfe, den Alltag in den Pfarre besser zu verstehen. Denn mit den verschiedenen Vorstellungen von Kirche verbinden sich auch unterschiedliche Erwartungen an eine Pfarre. Mit oft gegensätzlichen Ansprüchen in Pfarren umgehen zu können, dafür wollte das Treffen eine Unterstützung sein.Zurzeit sind in 25 Pfarren Seelsorgeteams aktiv, die gemeinsam mit einem Priester an der Leitung der Pfarre mitwirken. Zusätzlich ist in drei Pfarren der gesamte Pfarrgemeinderat an der Leitung beteiligt. In acht Pfarren der Diözese wird überlegt, Seelsorgeteams zu installieren. j.w