Ihr einziger Wunsch war es, Künstlerin zu werden. Die Rede ist von Anna Mutter. Arbeiten der heute 90- jährigen Künstlerin sind ab 11. Februar im Ursulinenhof in Linz zu sehen.
Seit frühester Kindheit malte und zeichnete sie mit Begeisterung. Als Künstlerin zu leben, war ihr Traum, den sie auch in schwierigen Zeiten nicht aufgab. Geboren 1918 in einer kinderreichen Familie, versuchte sie später als Erzieherin ihr Studium an der Akademie der bildenden Künste in Wien mitzufinanzieren. Nachdem diese Pläne scheiterten, kehrte sie zurück nach Wels. Hier lernte sie Adolf Mutter kennen, bei dem sie zunächst Zeichenunterricht nahm. Die Beziehung der beiden vertiefte sich: Adolf und Anna heirateten 1941, die Kinder Georg und Mathilde wurden geboren. Trotz der schwierigen Nachkriegszeit und ihrer Betreuungspflichten blieb Anna Mutter ihrem künstlerischen Schaffen treu, in zahlreichen Ausstellungen präsentierte sie vor allem in Linz ihre Arbeiten.
Starke Farbigkeit. Zu ihrem Werk zählen heute Ölbilder, Collagen, Aquarelle, Stillleben und Porträts. Die starke Farbigkeit, die Lebendigkeit und Plastizität ihrer Bilder machen die künstlerische Handschrift der betagten Künstlerin aus. Die Berufsvereinigung Bildender Künstler in Oberösterreich widmet Anna Mutter nun eine Retrospektive mit dem Titel „Solange ich male, lebe ich ...“. Das künstlerische Schaffen von 1947 bis 2007 wird dabei zu sehen sein.