Vier Ordensfrauen aus Indien leben seit Kurzem bei den Karmeliten in der Linzer Landstraße. Die Karmelitenpatres sind froh, dass sie Schwestern für ihr Haus gefunden haben. Prior P. Benno M. Skala: „Wir sehen die Schwestern als geistliche Hilfe. Sie sollen Ansprechpartnerinnen für die Menschen in geistlichen Fragen werden, sich um die geistlichen Nöte annehmen.“ Noch ist es aber nicht so weit. Die Schwestern von der Gemeinschaft „Helpers of Mount Rosary“ büffeln fleißig Deutsch, arbeiten in der Sakristei und in der Reinigung des Hauses. „Wir haben in unserer Heimat schon gehört, dass die Leute in Österreich sehr freundlich sind“, erzählt Sr. Oravia Pinto: „Das hat sich ganz und gar bestätigt.“ Die Schwestern aus der Nähe von Mangalore – im Süden Indiens – sind in ihrer Heimat sozial und apostolisch tätig. In Linz hat der kleine Konvent vorerst seinen Schwerpunkt auf das intensive Gebet gelegt. „Es ist ein offenes Projekt“, sagt P. Benno, „und wir werden sehen, was sich entwickelt.“ Er denkt, dass die Schwestern die Karmeliten in der Verkündigung und Evangelisation unterstützen werden. „Heimweh haben wir nicht“, betonen die vier Frauen übereinstimmend. Und sie bemühen sich, in die österreichische Lebensweise hineinzufinden, auch beim Essen. Doch das ist nicht einfach. Sie vermissen in der Klosterküche lediglich eine Kleinigkeit, aber die ist entscheidend: feurigen Chili.