Die ehemalige Kindersoldatin China Keitetsi ist am 6. Februar von Papst Benedikt gesegnet worden. Sie habe bei einer persönlichen Begegnung nach der Generalaudienz gegenüber dem Papst ihre Taten während des Krieges in Uganda bedauert, so die 31-Jährige. Als sie sich dem Papst vorstellte, habe er ihr zugelächelt und gesagt: „Ich weiß von Ihnen. Ich habe für Sie gebetet“, berichtete Keitetsi. Im Alter von 18 Jahren konnte sich die Uganderin nach fast zehnjähriger Zwangsrekrutierung durch die damalige ugandische Untergrundarmee Yoweri Musevenis (Staatspräsident Ugandas), die „National Resistance Army“, befreien und ins Ausland fliehen. „Ich wurde zum Töten gezwungen“, sagt Keitetsi, die sich u. a. mit dem Päpstlichen Missionswerken („Missio“) in der ökumenischen „Aktion Volltreffer“ für die Einhaltung der Menschenrechte engagiert. Ob in Uganda, Burma oder Kolumbien – weltweit müssen in mehr als 40 Ländern 300.000 Kinder und Jugendliche in den Kriegen der Erwachsenen die Köpfe hinhalten, beklagt „Missio“ anlässlich des am 12. Februar begangenen „Internationalen Tages gegen den Einsatz von Kindersoldaten“.