Ausgabe: 2008/08, Frieden, St. Thomas am Blasenstein, Friedensmarsch, Kirche, Froschauer
20.02.2008
Seit 1992 veranstaltet die Katholische Jugend von St. Thomas am Blasenstein jährlich einen Friedensmarsch. Ein Blick in die Nachrichten zeigt, dass es – leider – keinen Grund gibt, diese zur Tradition gewordene Aktion in der Fastenzeit aufzugeben.
„Man liest, hört und sieht in den Medien so viel von Krisenherden – aktuell ist es gerade der Kosovo – und wir in Österreich dürfen in Frieden leben“, meint Theresa Schachinger von der KJ St. Thomas. Da steht für die Studentin der Agrarwissenschaft völlig außer Frage, dass der Einsatz für den Frieden ebenso notwendig und aktuell ist wie beim ersten Friedensmarsch. Der erste Golfkrieg, die Vertreibung der irakischen Truppen aus Kuwait durch US-amerikanische Truppen, war der Anlass dafür. So sind auch am Samstag Abend, den 17. Februar zum 17. Mal Jugendliche und Erwachsene aus St. Thomas sowie Gäste aus dem Dekanat Grein mit Laternen für den Frieden marschiert: von der Tischlerkapelle an der Ortseinfahrt bis zur Pfarrkirche.
Frieden wünschen. Der heurige Friedensmarsch stand unter dem Thema „Frieden wünsche ich Dir“. Neben dem Gedenken für die Konfliktherde der Welt hob Dekanatsjugendleiter Josef Froschauer bei seinem Impuls die Bedeutung des Friedens hervor, „der bei uns anfängt“. Frieden heißt, achtsam mit den Mitmenschen umzugehen und mit offenen Augen zu leben. Beim Marsch zur Kirche begleitete die rund dreißig Teilnehmer/innen die Frage, mit wem sie sich in der Fastenzeit versöhnen wollen. Nachdem in der Kirche das Evangelium von der Feindesliebe vorgetragen wurde, gestalteten die Jugendlichen mit Tüchern, Kerzen und ihren Laternen im Altarraum der dunklen Kirche das Friedenssymbol „Peace“.