Der Blick auf die Preistafeln zeigt es: die Energiepreise sind kräftig gestiegen. Autofahren, Heizen, Beleuchten. Das alles geht gehörig ins Geld, ganz abgesehen davon, dass der Energievorrat an seine Grenzen stößt und der hohe Verbrauch das Klima belastet. Auch die „Energiepreise“ für den eigenen Körper – für die Nahrungsmittel – steigen. Was gut ist, kommt schon ziemlich teuer, wenngleich die Energielieferanten, die Bauern, dennoch nicht auf ihre Rechnung kommen. Mit der Energie gut umzugehen ist zu einem Muss geworden. Bei Öfen, Motoren, Fabriken ist ein Umdenken im Gange. Verbrauch reduzieren! Alternative, umweltschonende Energiequellen nutzen, ist zu einem weltweiten Anliegen geworden. Nicht nur Öfen, Motoren und Fabriken brauchen Energie. Auch die Seele schöpft aus Energiequellen. Es ist keineswegs gleichgültig, woher man den Treibstoff für die Seele bezieht. Es gibt auch die seelische Energieverschwendung, wenn man sie im Gegeneinander, in feindseliger Konkurrenz oder egoistischer Selbstdarstellung verpuffen lässt. Bei der Seele merkt man es nicht so leicht, wenn der Tank leer ist. Der Motor läuft lange weiter – aber im seelischen Leerlauf. Die Fastenzeit lädt ein zum Tanken.