Heinz Nußbaumer erhielt für „Der Mönch in mir“ das „goldene Buch“
Ausgabe: 2008/08, Heinz Nußbaumer, Der Mönch in mir, orthodoxe Länder, Gipfeltreffen, das goldene Buch, Arthos
20.02.2008
Auch gute „Sensationen“ locken manchmal Medien scharenweise an. So geschehen am vergangenen Montag, als Heinz Nußbaumer für seinen „Mönch in mir“ das „goldene Buch“ überreicht bekam.
Es war ein Gipfeltreffen aus Kirche und Gesellschaft, als der Österreichische Buchhandel am vergangenen Montag seinen Bestsellerpreis, das „goldene Buch“ für 25.000 verkaufte Exemplare, an den katholischen Publizisten Heinz Nußbaumer übergab. Ausgezeichnet wurden dessen „Erfahrungen eines Athos-Pilgers für unser Leben“, die vor zwei Jahren unter dem Titel „Der Mönch in mir“ bei Styria veröffentlicht wurden. Angesichts des – auch medialen – großen Andrangs bei der Preisverleihung meinte Nußbaumer scherzend: „Wenn meine Athos-Mönche das sehen könnten, würden sie darüber wohl sehr lachen und mich beiseite nehmen, um mich an die Tugend der Demut zu erinnern.“
Ein Renner. In dem Buch bringt Nußbaumer die Fragen seines Lebens und der westlichen Lebenswelt mit den Schätzen der ostkirchlichen mönchischen Spiritualität und Weisheit in einen sehr persönlichen Dialog. Warum das so ein „Renner“ wurde, kann er sich immer noch nicht erklären. „Ich habe das nicht geplant, es hat sich so gefügt. Und ich bin heute dafür dankbar, weil ich im Gespräch mit vielen Menschen erfahre, dass ihnen dieses Büchlein etwas gibt auf ihrer Suche nach Sinn und Tiefe. Und weil ich damit, so hoffe ich, auch einen kleinen, homöopathischen Beitrag zum besseren Kennenlernen und Verstehen zwischen den Konfessionen leisten kann.“ Eigentlich wollte der leidenschaftliche Journalist und Autor Nußbaumer, den es seit 22 Jahren auf den Athos zieht, über diese Welt nichts schreiben, „denn das war meine ganz persönliche Welt.“ Als er aber merkte, wie aufmerksam ihm auch wenig kirchlich gebundene Menschen zuhörten, wenn er über den Athos, seine Klöster und Mönche erzählte, begann er umzudenken. Dabei erinnerte er sich auch an Kardinal König, der ihm wiederholt gesagt habe: Es wäre schön, wenn mehr katholische Laien, die in der Öffentlichkeit stehen und das Privileg haben, gehört zu werden, auch über ihren Glauben reden würden.