Beim Geld hört die Freundschaft auf. Oder: Klare Rechnung, gute Freunde! Beim Geld nimmt man die Sache genau – auf Heller, Groschen und Cent. Delikte mit Geld fallen besonders ins Gewicht. Frühzeitig versucht man Menschen an den Umgang mit Geld zu gewöhnen, damit sie später in die Falle tappen. Wer kein Geld hat, hat nichts zum Leben, hat nur ein Niedrigstmaß an Selbstbestimmung und keine Würde. Mit dem Geld muss es stimmen, sonst fällt man aus dem Nest des behaglichen Lebens heraus. Wer falsch rechnet, sich verspekuliert oder schlicht und einfach kein Geld hat, dem werden Freundschaften gekündigt. Wer Geld hat, hat Macht. Und es kommt darauf an, was einer damit macht, was also jemand mit seinem Vermögen vermag. Geld soll nicht zum Ende der Freundschaft führen, sondern zum Beginn von Beziehung. Großherzigkeit schließt den Umgang mit Geld ein. Es kann dazu dienen, Menschen aus dem Schatten der Isolation herauszuführen. Die Kirchen sehen darin eine Hauptaufgabe: Menschen in Beziehung zu bringen, auch, was ihr Geld betrifft. Der Himmel ist mit Weite verbunden. Dort gibt es keine Schließfächer.