Zumindest ein Stück vom Himmel gibt es auf Erden, davon ist der Theologe Helmut Eder überzeugt.
„Der Mensch an sich ist in seiner Sehnsucht maßlos“, meint Paul Zulehner. Dieser Gedanke passt für Helmut Eder auch zur Suche nach Glück in Beziehungen. Er meint: „Diese Sehnsucht kann ein Mensch und können Kinder nicht stillen. Die Erfüllung finden kann sie nur in Gott.“ Diese Sichtweise kann entlastend sein. „Es geht dann nicht zu denken: Mein Glück muss diese Partnerschaft, müssen diese Kinder sein.“ Man sollte sich der Momente, in denen Glück erfahren wird, bewusst sein und sie in Erinnerung rufen.
Geben und Nehmen. Beziehungen brauchen eine gute Gesprächskultur. „Dass man Zeit füreinander hat, wo alles zur Sprache kommen darf, aber nicht muss“, wie Helmut Eder es formuliert. Genauso muss ein Ausgleich zwischen Geben und Nehmen herrschen. Sowohl im Zeigen von Gefühlen als auch im Alltag. „Da geht es nicht um Stunden in der Hausarbeit, sondern um das Da-Sein.“ Er weist auch darauf hin, dass im Kirchenrecht Ehe als Lebens-, Liebes- und Leibesgemeinschaft formuliert ist. Sexualität und Berührung sind Teil einer glücklichen Beziehung.
Glück mit Kindern. Ob Kinder Glück in eine Beziehung bringen, hängt für Helmut Eder auch davon ab, mit welcher Einstellung ein Kind empfangen wird. Viele Paare haben eine große Erwartungshaltung. Eder, der selbst verheiratet und Vater von drei Kindern ist, meint dazu: „Glück ist auch etwas Überraschendes, etwas, das nicht geplant ist.“ Gerade Kinder vermitteln, dass das Leben ständig in Veränderung ist. Glück ist, wenn das Loslassen gut gelingt.
- „Ein Stück vom Himmel“, Vortrag von Univ.Ass. Mag. Helmut Eder im Rahmen der Reihe „Wo das Gück zu finden ist. Theologie vor Ort 2008“. Termine (Anmeldung): 27. 2., Maximilianhaus, Attnang-Puchheim (Tel. 07674/66 550); 28. 2. St. Franziskus, Ried i. I. (Tel. 07752/827 42); 3. 3., City-Forum, Ursulinenhof, Linz (Tel. 0732/76 10-32 32); 4. 3., Dominikanerhaus, Steyr (Tel. 07252/454 00); Eintritt: e 7,–.