Haus Lea feiert am internationalen Tag der Frau – am 8. März – den fünften Geburtstag
Ausgabe: 2008/10, Haus Lea, Geburtstag, Franziskanerinnen, Bittermann, Hametner
05.03.2008
- Josef Wallner
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Mit dem Haus Lea in Oberthalheim haben die Vöcklabrucker Franziskanerinnen für Frauen in Krisen einen Ort geschaffen, wo sie wieder Kraft schöpfen können. Seit Eröffnung des Hauses im Jahr 2003 waren das 58 Frauen und 28 Kinder.
Begleitet werden die Frauen seit Gründung des Hauses von Sr. Hiltrud Bittermann und Sr. Teresa Hametner. Wenn die beiden Ordensfrauen über die fünf Jahre Lea Resümee ziehen, fallen ihnen unverzüglich die Veränderungen ein: Welche Frauen und unter welchen Umständen sie zu ihnen kommen, hat sich deutlich gewandelt: „Die Frauen werden immer jünger und die Lebenssituationen immer verzwickter.“ Und auch das hat Sr. Hiltrud und Sr. Teresa die Praxis gelehrt: „Das soziale Netz ist oft weitmaschig. Wir sind nicht selten die wirklich letzte Möglichkeit für die Frauen, sie haben sonst niemanden mehr, zu dem sie gehen könnten.“ Im Haus Lea finden diese Frauen mit ihren Kindern ein Dach über dem Kopf – und noch mehr: Menschen, die ihnen zuhören, und eine Gemeinschaft, die bei der Bewältigung des Alltags hilft. Gleichzeitig ist das Haus auch eine Herausforderung: zu bestimmten Zeiten kochen, auf Mitbewohnerinnen und deren Kinder Rücksicht nehmen und Meinungsverschiedenheiten so austragen, dass man sich danach wieder an einen Tisch setzen kann.
Eine zweite Chance. Zurzeit wohnen drei Frauen und zwei Kinder im Haus Lea. Die Schwestern bemühen sich jede Einzelne in ihrer persönlichen Lebenssituation ernst zu nehmen und sie fit für ein Leben auf eigenen Füßen zu machen. Keine einfache Aufgabe – vor allem, weil die von den öffentlichen Stellen finanzierte Zeit von sechs Monaten natürlich knapp bemessen ist. Umso mehr freuen sich die beiden Ordensfrauen, wenn sie dann und wann Rückmeldung über den weiteren Weg der Frauen bekommen. Wie von Stephanie N., die bei ihrem ersten Aufenthalt weggeschickt wurde, weil sie sich nicht an die Hausordnung hielt: „Es war das Beste, was mir im Leben passiert ist, dass ich ein zweites Mal zu euch kommen konnte. Ihr habt an mich geglaubt, dass ich es schaffen werde.“